Espresso Geschmack verbessern

Hochwertiger Espresso mit Bohnen und schöner AussichtSollte Ihr Espresso am Anfang nicht wie gewünscht schmecken, geben Sie bitte nicht auf. Auch uns erging es irgendwann einmal so, dass wir vom Geschmack unseres Kaffees frustriert waren. Mit ein wenig Übung und Recherche werden Sie sicherlich ein hervorragendes Ergebnis erzielen. Wir haben jede Menge Tipps, wie Sie das Beste aus Ihrer Siebträgermaschine herausholen. Im ersten Teil beschreiben wir die wichtigsten Dinge, die Sie bei der Zubereitung Ihres Espresso beachten sollten. Weiter unten auf der Seite werden wir eine Art „Fehlersuche“ anbieten. Hier können Sie an der Farbe und dem Geschmack des Espressos ganz einfach herausfinden, was schief gelaufen ist.

Tipps zur Zubereitung

Verwenden Sie eine hochwertige Mühle

Es ist sehr wichtig, dass Sie den Kaffee immer ganz frisch mahlen. Ein Großteil der leckeren Aromen verfliegen bereits einige Stunden nach dem Mahlvorgang. Lagern Sie deshalb bitte nach Möglichkeit keinen gemahlenen Kaffe, sondern nur ganze Bohnen.
Gute Mühlen erhalten Sie ab ca. 300,-€. Eine wirklich preiswerte Mühle für Einsteiger ist zum Beispiel die Eureka Mignon, welche wir hier ausführlich vorstellen.Kaffemühle für Espresso

Lassen Sie Ihre Siebträgermaschine richtig aufheizen

Der Espresso besteht in der Regel nur aus 30ml Wasser. Wenn dieses Wasser durch kalte Leitungen in Ihrer Espressomaschine fließt, ist es kalt bevor es das Kaffeepulver erreicht. Die Folge sind saure oder bittere Noten und kalte Espressi. Wenn Sie unter Zeitdruck stehen, dann können Sie gerne ein paar Leerbezüge machen, um Ihre Maschine auf Touren zu bringen. Ansonsten sollten Sie mindestens 20 Minuten warten und auch die Tassen immer gut vorheizen. Dazu empfiehlt es sich, einfach einen Leerbezug in die Tasse zu machen. Damit spülen Sie auch gleich das Duschsieb der Maschine und entfernen alten Kaffee.

Halten Sie Ordnung

Natürlich ist es manchmal lästig, aber bitte halten Sie den Tamper, die Mühle und die Maschine sauber. In der Mühle bleibt häufig das Öl zurück, welches nach einer Zeit ranzig wird. Auch an der Maschine bilden sich Rückstände von Kaffee am Duschsieb und die Milch trocknet an der Dampflanze an. Deshalb empfehlen wir, dass Sie sich wirklich um die Sauberkeit Ihres Equipments bemühen. Die Dampflanze wischen Sie am Besten mit einem feuchten Tuch ab. Den Tamper können Sie nach jeder Benutzung an einem trockenen Tuch abwischen und wöchentlich mit Spülmittel waschen. Das Duschsieb können Sie mit feuchten Lappen abwischen und anschließend durchspülen.

Verwenden Sie einen hochwertigen und passenden Tamper

Auch wenn wir uns vielleicht wiederholen: Der Tamper ist sehr entscheidend. Er stellt sicher, dass das Wasser gleichmäßig durch das Kaffeemehl läuft. Daher ist es wichtig, dass er wirklich gut passt und eine glatte und stabile Stempelfläche hat. Die meisten Tamper sind 58mm groß. Wenn Sie Ihre Größe nicht wissen, nutzen Sie unseren Artikel „Tampergröße ermitteln„. Sollten Sie Rat zum richtigen Tamper benötigen, dann sehen Sie sich doch einmal diesen Kaffee Tamper Ratgeber an.

Fehlersuche

Espresso schmeckt bitter

Wenn der Espresso zu bitter schmeckt, kann dies sehr verschiedene Ursachen haben. In der Regel liegt es daran, dass der Kaffee zu fein gemahlen oder zu fest getampert wurde. Dies führt dann dazu, dass die Extraktionszeit von 25 – 30 Sekunden überschritten wird. In der Folge werden auch die Bitterstoffe aus dem Kaffee gelöst. Genau das gilt es aber zu vermeiden: Wenn der Kaffee zu lange mit dem Wasser in Kontakt kommt, leidet das Aroma und der Kaffee wird bitter. Schalten Sie also einen Gang runter: Nehmen Sie etwas weniger Kaffeemehl (7g pro Tasse), stellen Sie die Mühle ein klein bisschen grober und drücken Sie höchstens mit 15kg Anpressdruck beim Tampern.

Espresso schmeckt sauer

Der Espresso kann sehr säuerlich oder bei milden Sorten auch fade schmecken, wenn er Unterextrahiert ist. Das bedeutet, dass das Wasser zu schnell durch das Kaffeemehl läuft, was verschiedene Ursachen haben kann. Versuchen Sie bitte folgendes:

  1. Stellen Sie sicher, dass Sie die richtige Tampergröße verwenden. Zwischen dem Tamper und dem Sieb sollte kein größerer Spalt entstehen.
  2. Stellen Sie sicher, dass Sie gerade, gleichmäßig und fest (15kg Anpressdruck) getampert haben. Lesen Sie auch unseren Artikel zum richtigen Tampern.
  3. Stellen Sie den Mahlgrad Ihrer Mühle etwas feiner ein.
  4. Verwenden Sie möglichst frische Bohnen.

Probleme mit der Crema

Die ätherischen Öle der Crema legen sich normalerweise schützend über den Espresso und sorgen dafür, dass sich die Aromen nicht verflüchtigen. Umso ärgerlicher ist es, wenn die Crema nicht wie gewünscht entsteht. Beachten Sie auch hier unseren Artikel Tampern leicht gemacht.

Es bildet sich kaum Crema

Wenn Sie gar keine Crema erhalten, liegt dies häufig daran, dass Sie keine frischen Bohnen oder keinen frisch gemahlenen Kaffee verwenden. Außerdem sollten Sie darauf achten nur qualitativ hochwertige Kaffeebohnen zu erhalten. Die Bohnen sollten nach der Röstung innerhalb von sechs Wochen aufgebraucht werden. Erhöhen Sie die Mahlmenge und stellen Sie den Mahlgrad feiner ein. Mit einer Mischung aus Arabica und Robustabohnen erhalten Sie die beste Crema.

Die Crema ist zu hell

Im Falle, dass die Crema zu hell geworden ist, war die Extraktionszeit zu kurz. Deshalb können Sie den Mahlgrad etwas feiner stellen und feste tampern (15kg Anpressdruck). Auch könnte es sein, dass Ihre Kaffeemaschine nicht heiß genug war.

Die Crema ist zu dunkel

Wenn der Kaffee überextrahiert ist, leidet die Crema und der Kaffee schmeckt bitter. Dies könnte daran liegen, dass Sie zu fest tampern, der Mahlgrad zu fein ist, oder die Maschine zu heiß. Der Kaffee verbrennt regelrecht, weil das heiße Wasser nicht schnell genug abläuft.

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