Espressomühle – die 4 besten Modelle im Vergleich

Als echter Espressoliebhaber wirst du sicher längst auf den Geschmack von frisch gemahlenen Bohnen gekommen sein. Denn dein Espresso schmeckt aromatischer und intensiver, wenn du die Bohnen vor dem Aufbrühen immer frisch mahlst. Statt dafür eine Handmühle zu verwenden, ist die elektrische Espressomühle eine gute Alternative. Die elektrische Mühle spart Zeit und Kraft und kann zudem das Pulver genauso fein mahlen, wie es für einen perfekten Espresso nötig ist.

Du möchtest dir eine gute Espressomühle kaufen, weißt aber noch nicht, welches Modell das Richtige ist? Hier stellen wir dir vier Mühlen kurz näher vor, die unserer Meinung nach eine gute Wahl sind. Die wichtigsten Punkte, auf die du beim Kauf achten kannst, und alles zur richtigen Reinigung zeigen wir dir ebenfalls hier.

Warum eine gute Espresso Kaffeemühle so wichtig ist

Um den perfekten Espresso zubereiten zu können, brauchst du nicht nur eine gute Espressomaschine. Genauso wichtig ist das Mahlgut, also das Pulver, das du im Vorfeld in der passenden Stärke und Homogenität produzierst. Nicht jede Mühle mahlt das Pulver allerdings so fein, wie es für einen guten Espresso nötig wäre. Aus diesem Grund empfehlen wir dir, zu einer Kaffeemühle Espresso zu greifen, die das Pulver im optimalen Mahlgrad produziert.

Tipp: Jeder hat hier übrigens sein ganz eigenes Geschmacksempfinden. Probiere in Ruhe aus, mit welchem Mahlgrad dir dein Espresso am besten schmeckt.

Wer braucht eigentlich eine elektrische Espressomühle?

Natürlich kannst du Espressopulver schon fertig gemahlen im Handel kaufen. Hier gibt es durchaus qualitative Produkte, die einen guten Geschmack bieten. Wenn du allerdings schon öfter Espresso aus frisch gemahlen Bohnen probierst hast, wirst du den Unterschied dennoch bemerken. Espresso mit frisch gemahlenem Pulver schmeckt um einiges aromatischer und gehaltvoller, als es bei bereits fertigem Pulver der Fall ist. Denn vorgemahlenes Espressopulver verliert mit der Zeit immer mehr an Aroma. Wer viel Espresso trinkt und einen feinen Gaumen hat, wird daher sicher frisch gemahlenes Pulver vorziehen.

Eine herkömmliche Espressomühle, die per Hand betrieben wird, kann ein gutes Ergebnis erzielen. Auf Dauer ist die Herstellung per Hand aber relativ zeit- und kraftaufwendig. Vor allem, wenn du größere Mengen für mehrere Personen zubereiten möchtest, kommst du mit einer Handmühle schnell an deine Grenzen. Viel praktischer und für den täglichen Gebrauch geeignet ist da eine elektrische Espressomühle, die das Pulver auf Knopfdruck in der perfekten Partikelstärke mahlt.

Kaffeemühle für Siebträger – worauf kommt es an?

Du möchtest dir deinen Espresso gerne so frisch wie möglich und in einer guten Qualität zubereiten? Hier stellen wir dir die wichtigsten Kriterien vor, auf die du bei der Auswahl einer Espressomühle schauen solltest. Nur so bietet dir die Mühle ein konsistentes Mahlgut und optimales Geschmackserlebnis, das auch anspruchsvollste Gaumen überzeugt.

Homogenität

Wie gut sich ein Espressopulver nach dem Mahlen für die Herstellung eines Espressos eignet, hängt maßgeblich von der Homogenität des Mahlguts ab. Dieses sollte so gleichmäßig wie möglich gemahlen sein, damit das Pulver optimal aufgebrüht wird. Nur gleichmäßiges Mahlgut lässt sich im Siebträger mit Wasser zu einem Espresso zubereiten, der nicht bitter schmeckt und innerhalb von wenigen Sekunden fertig ist.

Als optimal gelten bei der Zubereitung übrigens ein Wasserdruck von etwa 9 Bar und eine maximale Brühzeit von 30 Sekunden. In dieser kurzen Zeit wird das Wasser gleichmäßig durch das homogene Pulver gedrückt und nimmt dabei alle darin enthaltenen Aromastoffe optimal auf. So entsteht ein kräftiger Espresso, der aromatisch, aber dank vieler Partikel in gleicher Größe ausbalanciert und nicht bitter schmeckt.

Tipp: Mahle Espressopulver immer ganz frisch. Denn schon nach ein paar Minuten gehen die ersten Aromastoffe verloren. Die Aufbewahrung des Mahlguts für später können wir dir aus diesem Grund nicht empfehlen. Bereite immer nur so viel zu, wie du gerade brauchst, um den besten Espressogeschmack zu genießen.

Mahlwerk

Damit das Espressopulver im perfekten Mahlgrad gemahlen werden kann, braucht die Mühle ein sehr gutes und fein einstellbares Mahlwerk. Kaffee- und Espressomühlen sind dabei je nach Modell mit einem Schlagmahlwerk, Kegelmahlwerk oder Scheibenmahlwerk ausgestattet. Alle drei Varianten stellen wir dir hier kurz vor, wenngleich für Espressoliebhaber aus unserer Sicht das Scheibenmahlwerk am meisten zu empfehlen ist.

Schlagmahlwerk

Beim Schlagmahlwerk werden die Bohnen sehr ungleichmäßig zerkleinert. Zum Einsatz kommt hier ähnlich wie bei einem Mixer ein rotierendes Drehmesser, das die Bohne zerteilt. Das dabei entstehende Pulver ist zum Teil sehr fein, teilweise aber noch groß, sodass man hier nicht von einem homogenen Ergebnis sprechen kann. Aus diesem Grund sind Mühlen mit Schlagmahlwerk für die Zubereitung von Espressopulver denkbar ungeeignet. Denn geschmacklich führt ein nicht homogenes Mahlgut dazu, dass der Espresso entweder zu sauer oder bitter schmeckt.

Kegelmahlwerk

Das Kegelmahlwerk kommt etwas häufiger zum Einsatz. Hier werden die Bohnen zwischen Kegel und Innenwand der Mühle zerrieben, sodass ein feines Pulver entsteht. Ist das Mahlgut fein genug, gelangt es unten durch den Mahlring hindurch in den Auffangbehälter. Um hier den Mahlgrad festzulegen, veränderst du den Abstand zwischen Kegel und Ring. Vorteilhaft ist bei diesem Mahlwerk, dass die Bohnen besonders aromaschonend gemahlen werden, da die Drehzahl durch die Bauweise weniger hoch ausfällt.

Scheibenmahlwerk

Das Scheibenmahlwerk ist in den meisten Espressomühlen zu finden. Hier liegen zwei Mahlscheiben aufeinander, von denen eine per Motorkraft angetrieben wird. Die Bohnen werden zwischen den beiden Scheiben zermahlen und dann automatisch nach außen transportiert. Du kannst den Mahlgrad individuell einstellen, indem du den Scheibenabstand vergrößerst oder verkleinerst. Das Scheibenmahlwerk ist äußerst robust, da die Mahlscheiben aus Keramik der Stahl gefertigt sind. Sie eignen sich aufgrund ihrer langen Haltbarkeit auch für den gewerblichen Einsatz oder für Espresso-Vieltrinker. Von allen drei Mahlwerken ist das Scheibenmahlwerk am meisten zu empfehlen.

Qualität des Mahlguts

Viele Kaffeemühlen können dank verschiedenster Einstellungen zwar Pulver fein bis grob mahlen, nicht immer erreichen sie dabei aber die optimale Partikelgröße, die für einen guten Espresso nötig ist. Das Pulver, das in Espressomaschinen benötigt wird, muss daher besonders fein und auch gleichmäßig gemahlen sein. Wichtig sind dafür sehr feine Abstufungsmöglichkeiten der Mühle, dank denen sich der Mahlgrad sehr individuell einstellen lässt. Beim Mahlen sollte niemals zu viel Feinstaub entstehen, da dieser in Kontakt mit heißem Wasser für einen bitteren Beigeschmack im Espresso sorgt.

Tipp: Absolute Homogenität schafft übrigens keine Maschine. Und das ist auch gar nicht notwendig. Denn durch einige kleinere und größere Partikel kommt ein unverwechselbarer Charakter in deinen Espresso.

Anzahl der Mahlstufen

Eine Espressomühle sollte mehrere Mahlstufen haben, damit du das Getränk individuell an deine Trinkvorlieben anpassen kannst. Bei den meisten Espressomühlen ist ein stufenloses Mahlwerk integriert, das dir unzählig viele Stufen ermöglicht. Probiere einfach die Einstellungen so lange aus, bis du den perfekten Mahlgrad für deinen Espresso gefunden hast. Verschiedene Mikro- und Makroeinstellungen sind dabei äußerst hilfreich, da du die Feinjustierung hier noch besser vornehmen kannst.

Totraum

Der Totraum ist ein wichtiges Kriterium beim Kauf einer Espressomühle. Gemeint ist damit die Pulvermenge, die nach dem Mahlvorgang in der Mühle verbleibt und nicht zum Aufbrühen genutzt werden kann. Das Pulver wandert dann erst beim nächsten Mahlvorgang weiter, sodass immer ein Teil altes Pulver im frisch gemahlenen Mahlgut enthalten ist. Umso mehr Pulver in der Mühle verbleibt, desto aufwendiger wird die Reinigung. Ein möglichst kleiner Totraum ist also ein wichtiges Qualitätsmerkmal für Espressomühlen. Je hochwertiger und durchdachter die Bauweise einer Espressomühle ist, desto kleiner fällt in der Regel auch der Totraum aus.

Timerfunktion

Sehr praktisch ist bei einer Espressomühle die integrierte Timerfunktion, die allerdings nicht bei allen Modellen vorhanden ist. Dank dieser kannst du beim Mahlen immer die gleiche Menge an Pulver erzeugen. Hast du die optimale Mahlgradeinstellung für dich gefunden, erhältst du dank der Timerfunktion immer genau die gleiche Menge, die du für deinen Espresso brauchst. Das ist wichtig, da schon ein kleiner Unterschied in der Menge die Durchströmgeschwindigkeit im Siebträger und somit auch den Geschmack des Espressos beeinflussen kann.

Tipp: Die Timerfunktion ist unserer Meinung nach kein wirklich entscheidendes Merkmal bei der Auswahl einer Espressomühle, da andere Kriterien für die Qualität des Espressos im Vordergrund stehen.

Handhabung

Eine einfache Handhabung spielt eine wichtige Rolle, wenn du deine Espressomühle gerne täglich so effizient wie möglich einsetzen willst. Dazu gehören ein einfache Anwendung, ein leicht verständliches Bedienmenü, aber auch die präzise Einstellung des Mahlgrads.

Pflege

Der Pflegeaufwand sollte möglichst gering ausfallen. Nach jedem Mahlen ist eine Reinigung wichtig, aber nicht bei allen Modellen gleichermaßen einfach durchzuführen. Vorteilhaft ist, wenn sich die Einzelteile leicht auseinanderbauen und in der Spülmaschine reinigen lassen. Nicht alle Materialien halten die Maschinenwäsche gut aus, sodass ein Blick in die Herstellerhinweise sinnvoll ist. Um die Mühle von Pulverresten im Inneren zu befreien, lassen sich viele Modelle auseinanderbauen und mit einem Pinsel reinigen. Mehr zur Reinigung der Espressomühle zeigen wir dir weiter unten im Artikel.

FAQ: Wichtige Fragen zum Thema Espressomühle

Einige Fragen zu Espressomühlen beantworten wir dir hier.

Was ist der Unterschied zwischen einer Kaffeemühle und Espressomühle?

Viele Kaffeemühlen können dank verschiedenster Einstellungen Pulver fein bis grob mahlen. Nicht immer erreichen sie dabei aber die optimale Partikelgröße, die für einen guten Espresso nötig ist. Das Pulver, das für Espressomaschinen benötigt wird, muss daher besonders fein und auch gleichmäßig gemahlen sein. Wichtig sind dafür sehr feine Abstufungsmöglichkeiten der Mühle, dank denen sich der Mahlgrad sehr individuell einstellen lässt. Nicht jede Kaffeemühle eignet sich also auch für das Mahlen von Espressopulver. Es gibt aber einige, die hier ein gutes Ergebnis erzielen. Diese stellen wir dir später näher vor.

Welches Mahlwerk ist das Beste?

Das lässt sich nicht ganz eindeutig sagen und hängt immer vom jeweiligen Modell ab. Entscheidend ist immer, wie stark sich das Material im Mahlwerk beim Mahlen erhitzt. Umso heißer es wird, desto mehr Öle werden dabei verbrannt und der Espresso kann einen leicht bitteren Beigeschmack bekommen. Bei Kegelmahlwerken ist die Drehzahl relativ gering, wodurch der Mahlvorgang aromaschonend ist. Das gilt aber nicht für Mühlen, bei denen das Kegelmahlwerk eher klein ausfällt und durch eine höhere Drehzahl wieder ausgeglichen wird. Größere Durchmesser haben die Mahlscheiben im Scheibenmahlwerk, sodass sich die entstehende Hitze beim Mahlen besser verteilen kann. Einfach gesagt: Je geringer die Drehzahl ausfällt, desto schonender ist der Mahlvorgang für die Bohne.

Keramik oder Stahl – was ist besser?

Kommt es dir beim Mahlwerk auf eine mögliche hohe Langlebigkeit an, liegen Mahlwerke aus Keramik und Stahl ganz vorne. Keramik hat den Vorteil, dass es sich nicht so leicht erhitzt und daher weniger schnell verschleißen kann. Aus diesem Grund greifen gewerbliche Anbieter wie etwa Cafés eher zu Mühlen mit diesem Mahlwerk. Kommt die Espressomühle bei dir zu Hause zum Einsatz, ist auch ein Stahlmahlwerk völlig ausreichend. Ein Wechsel der Mahlscheiben ist hier meist erst nach frühestens fünf Jahren nötig. Vorteilhaft beim Stahlwerk sind die etwas geringere Feinstaubproduktion und ein homogeneres Mahlergebnis als bei den Keramikmahlwerken.

4 Top Espressomühlen im Vergleich

Im Handel gibt es viele Mühlen, die für Filterkaffee und andere Kaffeespezialitäten ein perfektes Pulver mahlen können. Allerdings ist nicht jede Kaffeemühle auch als Espressomühle geeignet. Aus diesem Grund haben wir uns für dich verschiedene Mühlen auf ihre Eignung als Espressomühle konzentriert und wollten herausfinden, was eine gute Espressomühle für die Zubereitung des perfekten Espressos bieten muss.

Die Mühlen, die wir dir hier empfehlen, haben wir entweder selbst getestet oder anhand der Erfahrungen anderer Anwender auf Herz und Nieren gecheckt. Im Ergebnis möchten wir dir hier vier ausgewählte Modelle näher vorstellen, die unseren Ansprüchen an eine gute Espressomühle gerecht werden und die wir dir guten Gewissens weiterempfehlen können.

Die Graef CM800 Espressomühle

Die Graef CM 800 ist ein gute Espressomühle, die mit einem Kegelmahlwerk aus Stahl ausgestattet ist. Vorteilhaft ist bei diesem Modell nicht nur der sehr günstige Preis, der im Vergleich zu anderen Mühlen für diese hohe Qualität einfach unschlagbar ist. Du kannst bei der Graef CM800 insgesamt 40 Mahlstufen einstellen. Leider sind nur zwei der Stufen für die Zubereitung von Espresso geeignet. Wenn du mit diesen zwei Einstellungen aber gut zurechtkommst und der Espresso dich geschmacklich überzeugt, ist diese Mühle durchaus ein gute Investition, die auch für zahlreiche andere Kaffeespezialitäten verwendbar ist. Die Verarbeitung ist hochwertig und die Anwendung einfach, zugleich kannst du ein homogenes Mahlgut mit wenig Feinstaub erwarten.

Nachteilig sind bei dieser Mühle der fehlende Timer und der Totraum, in dem hier relativ viel Pulver hängen bleibt. Vor jedem Mahlvorgang solltest du daher die Mühle gut ausklopfen, damit kein altes Pulver darin verbleibt. Im Espressomühlen Vergleich bekommst bei dieser Mühle am meisten für dein Geld. Der perfekte Allrounder unter den Espressomühlen!

Die Kaffeemühle Espresso Eureka Perfetto

Die Eureka Perfetto ist eine Espressomühle, die wir uns ebenfalls schon mal genauer angeschaut haben. Diese Mühle kann vor allem mit ihrem robusten und effektiven Scheibenmahlwerk überzeugen. Sie lässt sich einfach per Touchdisplay bedienen und hat einen integrierten Timer, der dir ermöglicht, die genaue Pulvermenge für ein oder zwei Tassen Espresso einzustellen.

Das Besondere an dieser Mühle sind ihre einfachen Einstellmöglichkeiten. Das patentierte „Easy Setting“ von Eureka macht es möglich, ganz schnell die perfekte Einstellung für den optimalen Mahlgrad zu finden. Punkten kann diese Mühle auch durch ihr feines Mahlergebnis, da nicht klumpt und für einen harmonischen Espressogeschmack sorgt. Eine durchaus solide Kaffee- und Espressomühle, die mit einem guten Mahlergebnis und einer einfachen Handhabung überzeugt.

Espressomühle Test der Eureka Mignon

Die Eureka Mignon ist eine Espressomühle, die im Espressomühle Vergleich relativ preiswert ist und als Einsteigergerät zu empfehlen ist. Diese Mühle haben wir für dich selber getestet und können dir daher auch viele eigene Details aus dem Test zur Verfügung stellen.

Das Mahlergebnis ist bei diesem Modell für den günstigen Preis erstaunlich gut und sehr homogen, was vor allem den 50 mm Edelstahlscheiben im Mahlwerk zu verdanken ist. Nachteilig ist bei der Eureka Mignon MCI allerdings, dass bei der Einstellung in den feineren Mahlgradstufen das Pulver leicht klumpen kann und die Konsistenz nicht ganz so optimal ist wie zum Beispiel bei der Graef CM 800. Der Mahlgrad lässt sich hier ebenso stufenlos einstellen, sodass du dich langsam zum perfekten Ergebnis vortasten kannst. Die Verarbeitung der Eureka Mignon MCI ist äußerst robust und verspricht eine lange Lebensdauer.

Dank glänzendem Edelstahlmaterial macht sie auch optisch einen tollen Eindruck in deiner Küche. Lediglich das Gewicht der Mühle ist mit fast 6 kg bei einer Höhe von nur 32 cm etwas schwer. Für dem Heimgebrauch ist diese Espressomühle ideal, da die Hitzeentwicklung relativ gering ist und sich der Verschleiß der großen Edelstahlscheiben in Grenzen hält. Beim Mahlergebnis und Feinstaubanteil ist diese Mühle mit dem Ergebnis der Baratza Forté AP vergleichbar. Im Vergleich zur Graef CM 800 ist hier eine Timerfunktion vorhanden und der Mahlgrad wird leicht über ein Rädchen stufenlos eingestellt.

Die Eureka Mignon MCI ist preiswert und bietet ein sehr gutes Mahlergebnis, lediglich bei der Konsistenz gibt es kleine Punktabzüge. Als Einsteigermodell ist diese Maschine jedoch ideal.

Die Espressomühle Baratza Forté AP

Die Espressomühle Baratza Forté AP ist eine weitere Mühle, die wir dir nicht vorenthalten wollen. Diese Mühle ist mit sehr hitzebeständigen und robusten Mahlscheiben ausgestattet, die für eine lange Haltbarkeit sorgen. Auch in gewerblichen Betrieben kommt sie deshalb zum Einsatz, sie eignet sich aber auch für die private Verwendung. Überzeugend sind hier vor allem das sehr konsistente Mahlergebnis, und die sehr fein einstellbaren Mahlgrade dank Mikro- und Makroeinstellung mit bis zu 260 verschiedenen Mahlgraden.

Praktisch ist auch die Speicherfunktion, dank der du die Mahlgradeinstellungen für verschiedene Kaffeegetränke oder auch für die Nutzung mit mehreren Personen abspeichern kannst. Auch dank der integrierten Waage kannst du dich bei der Baratza Forté AP immer auf ein gleich gutes Ergebnis im Espressogeschmack verlassen.

Ein großes Plus bei dieser Mühle ist der kaum vorhandene Totraum. Es bleiben so gut wie keine Kaffeemehlreste nach dem Mahlen zurück, was auch die Reinigung sowie einen häufigen Bohnenwechsel deutlich vereinfacht. Einen weiteren Pluspunkt vergeben wir der Baratza Forté AP für ihr modernes und elegantes Äußeres sowie für das leicht zu bedienende LED-Display.

Ein kleiner Nachteil ist hier, dass du das Pulver nur mit dem mitgelieferten Pulverbehälter abwiegen kannst, nicht aber direkt im Siebträger. Das ändert aber nichts an der hervorragenden Qualität dieser Espressomühle, die wir dir auf jeden Fall für einen echt guten Espresso weiterempfehlen können.

Fazit zu den 4 vorgestellten Espressomühlen

Wir wollten vor allem die Qualität des Mahlgutes in den Vordergrund stellen, da wir diese als wichtigstes Entscheidungskriterium beim Kauf einer Espressomühle sehen. Angeschaut haben wir uns dafür die Homogenität des Mahlguts, aber auch, wie viel Feinstaub beim Mahlen entsteht. Die Konsistenz ist ebenfalls wichtig, wenn du einen geschmacklich perfekten Espresso trinken möchtest. Weniger wichtige Punkte, aber dennoch beachtenswert, sind Timer- oder Wiegefunktion sowie die Anzahl der Einstellungsmöglichkeiten der Mahlgrade. Nicht zuletzt sollte die Bedienung und Pflege der Mühle möglich einfach sein und das Geräusch beim Mahlen nicht zu laut ausfallen.

Kaffeemühlen richtig reinigen – warum das so wichtig ist

Eine sorgfältig gereinigte Espressomühle ist das A und O für einen optimalen Espressogeschmack. Je nach Modell der Mühle kann die Reinigung unterschiedlich ausfallen, muss jedoch immer ordentlich erfolgen. Nur so werden alte Pulverreste entfernt, die deinen nächsten Espresso geschmacklich negativ beeinflussen könnten. Auch die Haltbarkeit wird durch eine gute Pflege verlängert.

Eine grobe Reinigung ist nach dem Mahlvorgang erforderlich. Zusätzlich empfehlen wir dir eine sehr gründliche Säuberung etwa alle zwei Wochen. Denn wird das vergessen, lagern sich immer mehr Kaffeeöle in der Maschine ab, die beim Mahlen aus den Bohnen austreten. Entfernst du diese nicht regelmäßig, können diese Öle soweit aushärten, dass du sie dann nicht mehr entfernen kannst und die Funktion des Mahlwerks beeinträchtigt wird.

So reinigst du deine Espressomühle richtig

Alle Teile, die mit dem Öl der Bohnen in Berührung kommen, müssen gereinigt werden. Das kannst du ganz leicht selber machen. Hier findest du eine Anleitung.

Grobe Reinigung

Die grobe Reinigung führst du je nach Anwendungshäufigkeit der Mühle täglich oder alle zwei Tage durch. Wische alle Flächen von außen mit einem feuchten Tuch ab und poliere diese dann trocken mit einem weichen Tuch nach. Der Auswurfbehälter sollte durch Auswaschen gründlichst von Pulverresten befreit werden. Diese grobe Reinigung ist in wenigen Minuten erledigt, aber notwendig, um deine Mühle in einem guten Zustand zu halten und den Geschmack nicht zu beeinträchtigen.

Gründliche Reinigung

Die gründliche Reinigung ist seltener erforderlich. Etwa alle zwei Wochen sollte sie erfolgen, je nachdem, wie oft du die Kaffeemühle im Einsatz hast und wie viel Kaffeemehlreste in der Mühle hängen bleiben.

Und so gehst du dabei vor:

  • Für eine gründliche Reinigung entnimmst du zunächst den Bohnen- und Auffangbehälter. Beides kann bei einigen Modellen einfach in der Spülmaschine gereinigt werden. Alternativ wäschst du sie mit herkömmlichem Spülmittel und Wasser aus.
  • Nun kannst du bei einigen Modellen auch die Mahlscheiben und andere Teile des Mahlwerks ausbauen, um diese leichter zu reinigen.
  • Feinste Kaffeemehlreste lasen sich oft gut mit einem feinen Pinsel oder einer kleinen Bürste aus der Mühle entfernen.
  • Die Mahlscheiben kannst du mit dem Staubsauger absaugen, sofern du einen kleinen Saugaufsatz dafür hast.

Reinigung mit Reinigungsbohnen

Für eine besonders gründliche Reinigung kannst du ein spezielles Granulat für Kaffeemühlen verwenden. Nur so werden Kaffeeölreste gründlich entfernt. Wie viel Öl in der Mühle bleibt, hängt unter anderem auch von den Bohnen ab, die je nach Art unterschiedlich viel Öl beim Mahlen abgegeben. In einigen Ratgebern wird zwar die Verwendung von Reis- oder Dinkelkörnern empfohlen, davon raten wir dir aber ab.

Zwar können diesen Körner die Kaffeeöle binden, sind aber viel zu hart, was zu einer Beschädigung des Mahlwerks führen kann. Viel besser geeignet ist ein Granulat, das auf die Bedürfnisse von Kaffee- und Espressomühlen angepasst ist. Diese Bohnen sehen in der Form echten Kaffeebohnen ähnlich, bestehen allerdings aus einem weiß-gelblichen Granulat, das geruchs- und geschmacksneutral ist. Beim Durchmahlen in der Mühle binden diese die enthaltenen Öle und andere Rückstände.

So wendest du Reinigungsbohnen an:

  • Fülle die empfohlene Menge an Reinigungsbohnen in den Bohnenbehälter. Meist sind das circa 35 g oder eine Verschlusskappe voll.
  • Schalte die Kaffeemühle mit einem mittlerem Mahlgrad an.
  • Beim Bohnen mahlen werden alte Kaffeemehlreste und Ablagerungen der Kaffeeöle beseitigt.
  • Entferne das zermahlene Granulat aus dem Auffangbehälter.
  • Wasche den Bohnen- und Auffangbehälter mit warmem Wasser aus.
  • Zum Schluss mahlst du noch mal echte Bohnen durch, damit keinerlei Rückstände in der Mühle verbleiben. Dafür kannst du ruhig zu sehr preiswerten Bohnen greifen, statt deine besten Espressobohnen zu verschwenden.

Achtung: Erfolgt die Reinigung der Espressomühle nicht nach Herstellerempfehlungen, können Garantieansprüche verloren gegen.

Wie oft sollte die Kaffeemühle gereinigt werden?

Je häufiger du Espresso trinkst und dafür Bohnen mit der Mühle mahlst, desto häufiger ist auch eine Reinigung nötig. Sind Ölrückstände im Mahlwerk sichtbar, wird es Zeit für eine Reinigung. Wenn die Mühle täglich mehrere Male in Gebrauch ist, ist eine Reinigung alle 14 Tage zu empfehlen. Im gewerblichen Einsatz natürlich noch viel häufiger. Hier wird eine Reinigung nach circa 15 kg gemahlenen Espressobohnen empfohlen. Bei einem sehr gut besuchten Café kann diese Menge sehr schnell erreicht sein.

Die Häufigkeit der Reinigung hängt auch von der Art der Bohnen ab. Je dunkler diese geröstet sind und je mehr Öle beim Mahlen austreten, desto häufiger musst die Mühle gründlichst gesäubert werden.

Fazit

Nun kennst du alle Kriterien, auf die du beim Kauf einer Espressomaschine achten kannst. Vielleicht entscheidest du dich für eine der vier hier vorgestellten Mühlen, die wir alle empfehlen können und jeweils unterschiedliche Vorzüge haben. Wenn du dich an die Empfehlungen zur Reinigung der Espressomühle hältst, verlängerst du die Lebensdauer und sorgst auch für einen gleichbleibenden Espressogeschmack. Bis zu 10 Jahre und mehr kannst du an einer hochwertigen und gut gepflegten Espressomühle Freude haben, je nachdem, welches Mahlwerk darin verbaut ist.